Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

Was ist Community Supported Agriculture, kurz CSA?

Seit 2008 beschreiten wir mit der CSA-Landwirtschaftsgemeinschaft neue Wege im ökologischen Landbau.

Etwa 200 Menschen bzw. 50 bis 100 Familien kann der Gärtnerhof ernähren. Diese finanzieren mit monatlichen Beiträgen die Landwirtschaft, so dass sich die Bauern auf dem Hof ganz auf ihre eigentliche Arbeit, den biologisch-dynamischen Landbau, konzentrieren können. Gemeinsam Verantwortung tragen...

Auf diese Weise wird die Verantwortung für die Landwirtschaft von allen gemeinsam getragen.

CSA heißt in aller Kürze also: gemeinsam getragene Landwirtschaft.

Die Gemeinschaft ist es auch, die die geernteten Produkte und selbst erzeugten Lebensmittel erhält. Auf Basis dieser neuen Form des Land-wirtschaftens ist es den Landwirten möglich, ein ganz besonders vielfältiges Lebensmittelangebot bereitzustellen. Gemüse, Salate, Kräuter, Eier, Suppenhühner, Schafskäseprodukte, selbstgebackenes Brot und Lammfleisch – alles in bester Demeter-Qualität.

Derzeit haben sich über 100 Menschen mit ihrem Beitritt zur Landwirtschaftsgemeinschaft dazu entschieden, Verantwortung für die biologische dynamische Landwirtschaft des Gärtnerhofs Entrup mit zu übernehmen und damit Verantwortung für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, für aktiven Naturschutz und Landschaftspflege. Für mehr Regionalität, kurze Wege, persönliches Miteinander, den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft, um nur einige Vorteile der Solidarischen Landwirtschaft zu nennen. CSA war eines der favorisierten Konzepte auf dem Weltsozialforum 2001 in Porto Alegre (Brasilien).

...und gemeinsam ernten! Für die CSA-Mitglieder gibt es Woche für Woche eine reiche Ernte. Vor allem die Kinder freuen sich auf die wöchentliche Fahrt zum Abholen der CSA-Lebensmittel – schließlich kann man auf dem Hof immer viel erleben.

Für die Münsteraner CSA-Mitglieder gibt es zum Abholen der Produkte derzeit fünf Depots:in der Nähe des Ludgerikreisels, in der Geiststraße, auf dem Ökomarkt, in der Mondstraße und in Gievenbeck. Weitere Abholstellen gibt es z.B. in Billerbeck und in Telgte oder sind in Planung.

Werden Sie CSA Mitglied! Unser Ziel ist die  Umstellung des gesamten Hofes auf CSA. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung, Ihr Engagement und Ihre Hilfe!

Warum CSA?

Immer mehr Menschen erkennen für sich die Bedeutung einer Ernährung mit gesunden, vitalen Lebensmitteln.

In Zeiten zunehmender Kommerzialisierung biologisch angebauter Produkte stellt sich dem Verbraucher jedoch häufig die Frage, wie viel Bio er für sein Geld erhält. Demeter steht für gesunde, naturbelassene Lebensmittel in bester Qualität, die im Einklang mit Mensch und Natur entstanden sind.

CSA ist ein Modell der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verbrauchern.

Die Besonderheit:

Die Produkte der Solidarischen Landwirtschaft werden nicht oder nur teilweise über den Markt vertrieben. Stattdessen fließen sie in einen neuen, von Verbraucherseite mitfinanzierten Wirtschaftskreislauf. So können Verbraucher und Produzenten gemeinsam gestalten und gemeinsam die Verantwortung für die Lebensmittelproduktion tragen.

Während die Verbraucher mit den Landwirten vereinbaren, direkte Vorauszahlungen für deren Betrieb zu leisten, verpflichten sich die Landwirte ihrerseits, in Quantität und Qualität Produkte anzubieten, die die Bedürfnisse und Erwartungen der Konsumenten so weit wie möglich erfüllen.

Die Vorteile von CSA liegen auf der Hand:

  • Produkte aus einer regionalen, nachhaltig betriebenen Landwirtschaft,
  • frische Nahrungsmittel aus gesunder Natur,
  • das Wissen darüber, wo, wie und von wem die Nahrungsmittel angebaut worden sind, die man isst,
  • Teil einer Gemeinschaft zu sein und Element des Kreislaufes und der Beziehung zwischen Anteilshalter, Hof, Erde und umgebender Gemeinde zu sein,
  • einen Beitrag zu leisten zu einer gesunden lokalen Ökonomie,
  • die Beziehung zur Erde und den Prozessen, die unser Leben möglich machen und ausmachen, zu stärken und zu intensivieren.

Mit der Schafgabe haben wir CSA bereits ansatzweise umgesetzt. Diese ersten Ansätze gemeinschaftlich getragener Landwirtschaft (CSA) und der Verbesserung der Qualität wollen wir mit Ihrer Unterstützung, Ihrem Engagement und Ihrer Hilfe weiter ausbauen.

Der Buschberghof in Fuhlhagen bei Hamburg

Der Buschberghof liegt ca. 40 km östlich von Hamburg. Der Hof mit seinen 100 Hektar Fläche wird seit 1954 biologisch-dynamisch (demeter) bewirtschaftet. 1986 wurde die Idee einer Wirtschaftsgemeinschaft (CSA) aufgriffen.  

Es entstand  eine rechtliche, soziale und wirtschaftliche Konstruktion, die in Europa einmalig ist. Mit seiner Wirtschaftsfläche ist der Hof in der Lage rund 100 Famlien oder 350 Menschen eine Lebensgrundlage zu schaffen. Über Fahrgemeinschaften werden die einzelnen Produkte 1-2 die Woche an die Mitglieder verteilt. 

Der Buschberghof erhielt 2009 den Förderpreis Ökologischer Landbau, weil der Hof mit seinem Betriebskonzept einer "Wirtschaftsgemeinschaft" – entsprechend der in den USA als "Community Supported Agriculture" (CSA) bekannten Bewirtschaftungsform – erfolgreich und nachhaltig einen für Deutschland neuartigen Weg der Betriebsführung gegangen ist.

Logo Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft

Die deutschen CSA-Höfe Höfe haben sich Ende Juni 2011 eine Form für engere Zusammenarbeit gegeben und den Begriff "Solidarische Landwirtschaft" als deutschsprachiges Gegenstück zu "CSA" festgelegt. Der neu gegründete Trägerverein "Solidarische Landwirtschaft e.V." – Vorstände sind Dagmar Embshoff (Akademie Solidarische Ökonomie) und Mathias von Mirbach (Demeter Kattendorfer Hof) – wird von einem 18-köpfigen Rat, bestehend aus Höfe- und Verbrauchervertretern in paritätischer Besetzung, gelenkt.

CSA-Vorbild: US-Farmer John

Er ist Bauer. Er ist Künstler. Und am Ende ist er womöglich der Wegweiser in eine ganz neue und doch zutiefst ursprüngliche und naturnahe Art und Weise, wie Landwirtschaft betrieben werden kann.

Der Dokumentarfilm „Mit Mistgabel und Federboa – Farmer John“ ist die wundervoll erzählte Geschichte des Bauern John Peterson und seines Hofes „Angelic Farms“ in Caledonia, im US-Bundesstaat Illinois, im Mittleren Westen der USA, unweit von Chicago. In 3. Generation auf dem Hof seiner Familie versucht er, sich gegen Wirtschaftskrisen und das große Farmensterben zur Wehr zu setzen. Doch der Kampf scheint vergeblich: Immer wieder steht John Peterson am Rand des persönlichen Ruins. Auch seine künstlerische Ader, die er gerne aktiv in Szene setzt, hilft ihm dabei nicht. Im Gegenteil. Allein seine Wertschätzung für das Land, für die Farmarbeit geben ihm immer wieder die Kraft, weiterzumachen. Als Bauer und als Künstler.

Erst als John Peterson das Konzept der CSA, Communitiy Supported Agriculture (übersetzt: von der/einer Gemeinschaft getragene Landwirtschaft)entdeckt, tut sich ein zukunftsweisender Weg für ihn und seine Farm auf. Familien werden Hofteilhaber, die zur Finanzierung des Hofes beitragen und den Grundstein für notwendige Investitionen legen. Im Gegenzug werden die Teilhaber mit der Ernte an Obst, Gemüse, Eiern etc. versorgt.

Heute ist Petersons Hof „Angelic Farms“ eine der größten „Community Owned Farms“ in den USA. Woche für Woche versorgt Angelic Farms als CSA-Betrieb rund 1.700 Familien im Großraum von Chicago mit frischem, biologisch-dynamisch erzeugtem Gemüse.

Überzeugende Botschaft

Der Dokumentarfilm von Taggart Siegel erzählt die Lebensgeschichte von Farmer John in intimen Interviews, ausdrucksstarken Bildern und bewegenden Szenen aus einer über 50 Jahre filmisch dokumentierten Familiengeschichte. Der Film bewegt, fasziniert und er berührt. Und das vor allem wegen seiner rundweg positiven Botschaften: Jedes Bild ist ein Statement für den eigenen Weg. Und für die Gewissheit, dass es im Leben immer weiter geht, das kein Abgrund zu tief zu durchqueren und kein Weg zu weit zu gehen ist.

Gärtnerhof Entrup eG
Entrup 119
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