Die Schweine

Die 6 Schweine, die von Ende März bis zu ihrer Schlachtung Ende Oktober 2011 auf dem Hof lebten, stammten wie ihre Vorgänger vom Arche- und Naturlandlanhof Büning in Laer.
Die Bunten Bentheimer Schweine lebten zunächst auf dem Gelände, auf dem der neue Schafstall entsteht. Dann genossen sie das Leben am Waldrand, obwohl die Waldweide seit langem als überholte und veraltete Nutzungsform gilt. Sie scheint den modernen Anforderungen an eine ergiebige Schweinemast nicht genügen zu können - ganz zu schweigen von den Schäden, die die Schweine durch ihre Neigung zu wühlen angeblich dem Wald zufügen sollen.

Im Mittelalter, ja sogar bis vor etwa einhundert Jahren war ein bestimmtes Weideverfahren auch in unseren Breiten durchaus noch gang und gäbe, nämlich Schweine zur Mast in den Wald zu treiben.
Das hatte sowohl für den Wald als auch die Tiere große Vorteile: Die Form des Hutewaldes - lichte Baumbestände mit Licht liebender Bodenvegetation - konnte so erhalten bleiben.
Und - für Verbraucher ganz wichtig - die Schweine liefer(t)en ein besonders leckeres Fleisch.

Der Gärtnerhof hat diese alte Tradition wieder entdeckt.
Die 5- 6 Schweine, die während der Laktationszeit der Milchschafe auf dem Hof gemästet werden, ernähren sich aber nicht ausschließlich vom Wald, sondern bekommen u.a. die Molke, die bei der Käseherstellung abfällt, Getreide und Reste aus der Gärtnerei.


