Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

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Mitteilungen

Seit 2007 wird unser Hof von der Gärtnerhof Entrup e.G. bewirtschaftet. Das „e.G.“ steht dabei für eingetragene Genossenschaft. Diese Rechtsform ist gewählt worden, um der ideelen Ausrichtung des Hofes als „Gemeinschaftshof“, die die Menschen von der Initiative Entrup 119 e.V. schon 1996 durch den Hofkauf auf den Weg gebracht haben, auch im Wirtschaftsleben einen passenden Rahmen zu geben.

Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam und gleichberechtigt ein Unternehmen unterhalten. Die Genossenschaft ist die demokratischste Rechtsform, denn Entscheidungen werden gemeinsam und per Abstimmung getroffen. Jeder Genosse hat nur eine Stimme, ganz egal, ob er einen oder zwanzig Anteile gezeichnet hat. Die Genossenschaft ermöglicht Selbstverwaltung und damit ein Weniger an Bürokratie. Zugleich schafft sie mit einem hohen Maß an Selbstbestimmung die Voraussetzungen für die gemeinsame Hofentwicklung.

Ende November hat die UNESCO die Idee und Praxis der Genossenschaften in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Die Liste umfasst 336 immaterielle kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen. Darin verzeichnet sind der argentinische und uruguayische Tango, die tibetische Oper in China und die Manden Charta in Mali, die als älteste Verfassung der Welt gilt. Weitere Beispiele sind das mongolische Naadamm-Festival, die Heilig-Blut-Prozession im belgischen Brügge, der kolumbianische "Carnaval de Negros y Blancos" und die Pfeifsprache El Silbo von der spanischen Kanareninsel La Gomera.
Die Genossenschaften haben in der Liste Eingang gefunden, weil in ihnen bürgerschaftliches Engagement jenseits von privaten und staatlichen Wirtschaftsformen zum Ausdruck kommt. Die Menschen begegnen sich als Miteigentümer am gemeinsamen Projekt auf Augenhöhe. Das fordert und fördert Engagement, Gestaltungswillen und Solidarität.

 

Ein Blog-Beitrag von Gerhild über ihren Besuch auf dem Ökomarkt

Klein, fein und mittendrin – der Entrup119-Marktstand freitags auf dem Domplatz

Normalerweise fahre ich samstags gerne zum Münsteraner Wochenmarkt. Gestern bin ich aber seit langem mal wieder am Freitag Nachmittag in die City geradelt. Ich durfte mir die Ernte-Einheit von einer CSAlerin auf dem Ökologischen Wochenmarkt abholen. Liebe Jutta, danke noch einmal ganz herzlich dafür und: Genieße deinen wohlverdienten Urlaub!
Weil der Marktstand nicht nur Abholstation für einige Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft ist, sondern auch ein ganz normaler Verkaufsstand, mit weiteren Produkten wie Obst, mehreren Schafkäsesorten sowie Joghurt und Quark, habe ich gleich den gesamten Familieneinkauf an Ort und Stelle erledigt.

Nachdem ich zur herbstlichen Ernteeinheit mit viel Salat, Wirsing, Spitzkohl, Kartoffeln, Zwiebeln, Pastinaken, Paprika, Käse, Brot und Mettendchen noch Äpfel, Gurke, Möhren und Brie mit rosa Pfeffer - mein absoluter Lieblingskäse - verstauen musste, war mein Drahtesel wieder einmal so schwer bepackt, dass ich gerade noch eine Kleinigkeit vom Marktstand schräg gegenüber in den Korb quetschen konnte.

Fazit: Wer es klein und fein mag, und wem es auf dem Samstag-Wochenmarkt zu trubelig ist, der sollte unbedingt freitags den kleinen, feinen Öko-Bauernmarkt auf dem Domplatz für sich entdecken. Der Entrup119-Marktstand ist nicht zu verfehlen. Er steht in exklusivster Lage direkt vor dem Dom-Hauptportal.

Ich war zwischen den Regenpausen dort und habe sofort die Gunst der Minute für ein schönes Foto genutzt! Mir froren bereits die Finger beim Einpacken und Knipsen ein – die Gärtnerhof-MitarbeiterInnen stehen hier die nächsten Monate jeden Freitag bei klirrender Kälte. Respekt!

Das nächste Mal bringe ich Euch ein Heißgetränk mit!


Gärtnerhof Entrup eG
Entrup 119
48341 Altenberge
Deutschland
Tel 02505 3361
Fax 02505 991598