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Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Demeter-Logo Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

Banner: Schafstall Spendenuhr

Aktuelles

Wir bauen unseren neuen Schafstall

Jetzt geht es los, und mehr!

Nach vielen Überlegungen, Planungen und  dem Einholen verschiedener Angebote, auch nach Besichtigung anderer Bauausführungen und vergleichenden Kostenberechnungen ist im Herbst 2011 die Entscheidung gefallen, einen Fertig-Hallenbau als Schafstall zu erstellen. Der Bauantrag wurde eingereicht, der Bauauftrag erteilt. Nach Eingang der Baugenehmigung vom Kreis Steinfurt wurden die Arbeiten sofort begonnen. Sie sind (wie die Bildergalerien zeigen) inzwischen schon fast zum Abschluss gebracht, und die ersten Schafe sind bereits eingezogen.

Hoffest-Erntedank 2011

Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir am 25.September auf unserem Gärtnerhof, wie alljährlich, unser traditionelles Hoffest zum Erntedank feiern und uns über die große Besucherzahl sowie die allseits frohe Stimmung freuen.  

Ehemaliger Spieker wiederentdeckt

Zur Zeit der Familie Spiekermann gab es auf unserem Hof noch einen Speicher/Spieker. Er steht heute wahrscheinlich im "Dorf Münsterland", umfunktioniert zum Spieker-Cafe.

Auszeichnung des BUND

Am 14.07.2011 hat der BUND durch den Kreisverband Steinfurt die Initiative Entrup 119 e.V. als ersten Leuchtturm für herausragende Naturschutzprojekte in NRW ausgezeichnet.

Netzwerk Solidarische Landwirtschaft 2011 gegründet

Wie ist es heute noch möglich, angesichts des globalen Super-Marktes gesunde, frische Nahrungsmittel zu bekommen, ohne sie selbst anbauen zu müssen?

15 Jahre INITIATIVE Entrup 119 e.V.

Vor 15 Jahren, im Juni 1996, ist die Initiative "Entrup 119 e.V." gegründet worden!

Tag des Schafes 2011

Einen Bericht vom Tag des Schafes sowie einige weitere Impressionen vom Tag des Schafes finden Sie hier:

 

Jubiläumsjahr zeigt Wirkung

 

Demeter Verband im Land wächst überdurchschnittlich

 

Deutlicher Aufschwung

"Die bunten Feierlichkeiten und Aktionen zu fünfzig Jahren biologisch-dynamischen Anbau in Baden-Württemberg haben im letzten Jahr zu einem deutlichen Aufschwung umstellungsinteressierter Betriebsleiter geführt", freut sich Johannes Ell-Schnurr, Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg. So konnten 31 Betriebe mit 800 Hektar Fläche neu in den Verband aufgenommen werden. Das entspricht einer Zunahme von rund sechs Prozent der Betriebe und etwa fünf Prozent der Fläche auf 18.500 Hektar.

Insgesamt gehören jetzt 471 Landwirte, Geflügelzüchter, Gärtner, Imker, Obst- und Weinbauern zum Demeter Verband im Land, dazu der erste biodynamische Pilzzuchtbetrieb "Kulturpilze Bodensee" aus Bodman-Ludwigshafen.

Erfreulich sei es, dass immer mehr Winzer die Erfahrung machten, dass sich die Qualität ihres Weines durch die Anwendung der speziellen biodynamischen Präparate deutlich verbessere. Dazu gehöre auch das Weingut Zähringer aus Heitersheim im Markgräflerland. Zehn beteiligte Winzer hätten im letzten Jahr auf Demeter-Anbau umgestellt.

"Wo es Demeter-Leuchtturmbetriebe  und Verarbeiter mit guten Perspektiven in der Vermarktung gibt, finden sich auch immer mehr Betriebsleiter, die an einer Umstellung interessiert sind. So gab es auch im Januar weitere Anfragen", berichtet Johannes Ell-Schnurr. Insbesondere die landesweiten Demeter-Molkereien seien auf der Suche nach biodynamischen Milchbauern.

Johannes Ell-Schnurr gibt jedoch, trotz allem Optimismus, zu bedenken: "Der seit dem 2. Januar bestehende Förderstopp für Umstellungsbetriebe in Baden-Württemberg wird sicherlich die Bereitschaft auf Bioanbau zu wechseln stark eindämmen. Mit diesem falschen politischen Signal werden Marktchancen für einheimische Bioprodukte völlig ohne Not aufs Spiel gesetzt."

Landwirtschaftliche Tagung 2011

Von Brennpunkten zu Leuchtpunkten
Es sei ein Abenteuer, so eröffnete Ueli Hurter die Landwirtschaftliche Tagung, die vom 2. bis 5. Februar 2011 am Goetheanum stattfand.
Auf Vorträge und inhaltliche Arbeitsgruppen wurde weitgehend verzichtet und stattdessen wurden unter Leitung von Claus-Otto Scharmer (Theorie U) und Sozialaktivist Nicanor Perlas sogenannte Zukunftslabore eingerichtet. In den großen Werkstatträumen des Goetheanum, der Schreinerei und der Bühne versammelten sich je 300 Landwirte und Interessierte, um die Zukunft gegenwärtig sein zu lassen.
Die Ökoaktivistin Vandana Shiva rief den Teilnehmenden zu, dass es ohne eine Würde der Erde keine Würde des Menschen geben könne. Sie erinnerte daran, dass sich um Bodenressourcen, um die Patente des Lebens ein Kampf abspiele. Damit war ausgesprochen: Wir sind Teil einer globalen Verantwortungsgemeinschaft.
Stefan Brotbeck, Philosoph, entwickelte die beiden Zukunftsbegriffe adventus und futurum. In einer schnellen Zeit beschränke sich Zukunft auf das Erledigen von Terminen. «Mähdrescherzukunft» nannte er diese Mühle der Pflichterfüllung.

Seelischer Reichtum
Dann geschah etwas, was für den Zauber der Landwirtschaftstagung Anteil hatte: Ilsabé Zucker hatte im vergangenen Jahr weltweit Interviews über die ‹Brennpunkte› des biologisch-dynamischen Landbaus geführt. Nun saßen einige auf dem Proszenium und lasen aus diesen Gesprächen vor. «Demeter als eine Premiummarke für die Oberschicht. Reicht das als Beitrag für die Zukunft der Menschheit?», «Kämpfer auf verlorenem Posten oder Teil einer vernetzten Zukunftsbewegung?» Solche Hilferufe, Sehnsüchte und Visionen ließen den seelischen Reichtum der anthroposophisch orientierten Landwirtschaft gegenwärtig sein. Spätestens jetzt wurde verständlich, warum Claus-Otto Scharmer auf diese ‹Feldarbeit› solchen Wert gelegt hatte. Mit diesem Dreischritt war im Denken, Fühlen,Wollen die Gegenwart erreicht.
An der Schnur des von Scharmer entwickelten U-Prozesses ging es mal mit sich selbst, mal in Fünfergruppen, mal im Zweierspaziergang in den zwölf Stunden Zukunftslabor darum, etwas von der im Entstehen begriffenen Zukunft
hereinzuholen. Während es zum Kern anthroposophischer Arbeit gehört und jeweils am Morgen in Studien zu den Leitsätzen Rudolf Steiners geübt wurde, den Willen in die Gedankenführung zu bekommen, stand an der Tagung der umgekehrte Weg in der Mitte: das Denken in den Willen zu bekommen, Strategien derWillensbefähigung zu ergreifen.

Wirkungsmächtigkeit
Wie kames zu der besonderen Vitalität und Empathie an der Tagung? Vermutlich ist es ähnlich wie mit der gewaltfreien Kommunikation: Sie fußt auf europäischen Gedanken, hat aber erst durch den Griff von Marshall Rosenberg ihre kulturwirksame Kraft gefunden. Zum amerikanischen Geist gehört es, dass er Ideen Wirkungsmächtigkeit (drive) zu verleihen vermag. Aus diesem Geist schöpft Claus-Otto Scharmer, dessen Wahlheimat Boston ist. Mit Nicanor
Perlas entstand ein Brückenschlag, wie er weiter kaum sein könnte und der Befähigung des Einzelnen dienen sollte. Auf die Frage, wie man den Enthusiasmus in den Alltag bringen könne, antwortete Scharmer mit drei Ratschlägen:
Tägliche Stille, ein intimer Gesprächspartner und das Ziel vor Augen. 

Wolfgang Held

aus: Das Goetheanum


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