Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

Solidarische Landwirtschaft - eine Wertschätzungskette

Im HK InfoBrief der Hannoverschen Kassen (Nr. 27 vom  Dezember 2012) , der dem Thema Wertschätzungsketten gewidmet ist,  findet sich auch der folgende Artikel von Solveig Steinmann-Lindner:

 

Wem verdanke ich eigentlich mein Frühstücksbrötchen, die Butter, den Käse, das Obst? Mittags Gemüse, Getreide, Eier und Fleisch? Kenne ich die Bedingungen, unter denen meine Lebensmittel herge­stellt werden? Auch: die Logistikströme, die ich mit jedem Bissen in Bewegung setze?

Nun scheint das ja zunächst eine klare Sache zu sein: ich gehe in den Naturkost)Laden, kaufe, was ich brauche, und bezahle die Ware. Für das Geld habe ich schließlich gearbeitet und kann darüber nach meinen Bedürfnissen verfügen. Und wenn ich bezahlt habe, sagt die Frau an der Kasse „Danke!", und nicht etwa ich, und doch trage ich die Lebensmittel nach Hause, und nicht die Kassiererin.

Wohin aber mit meinem Dank, mit meiner Wertschätzung für diejenigen, die meine Nahrungsmittel produzieren? Angespro­chen wird mit dieser Frage ein tragender Aspekt der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi), auch CSA (Community Supported Agriculture) genannt. Es han­delt sich um eine Form des Assoziativen Wirtschaftens, in der sich Verbraucher und Erzeuger zusammenschließen und die derzeit bei Konsumenten wie (demeter) Landwirten wachsendes Interesse und Initiative weckt. Immer mehr Grup­pen von Konsumenten verbinden sich mit einem Hof und den dort lebenden und wirtschaftenden Menschen - man teilt sich die Ernte. Man teilt sich auch das Risiko der Witterungsverhältnisse, genießt die Fülle der Herbsternte und erträgt die kargen Kohl- und Rübenwo­chen des Spätwinters.

Die gegenseitige Wertschätzung von Landwirten und Kunden bemisst sich materiell in sog. „Ernteanteilen", die wöchentlich von den Landwirten aus der Produktion des Hofes zusammenge­stellt werden. Die Kunden überweisen im Gegenzuge einen monatlichen Fest­betrag. Auf anderen - nicht-materiellen Ebenen kann sich die gegenseitige Wert­schätzung vertiefen: durch gemeinsame Arbeitseinsätze und Feste auf dem Hof, durch Jahresversammlungen, die das ver­gangene Wirtschaftsjahr bilanzieren und das künftige planen, und durch alles, was die Mitglieder der Wirtschaftsge­meinschaft einander an Vertrauen und Verständnis entgegenbringen und in der gemeinsamen Initiative an Entwick­lungschancen bieten. So ist bei aller Wertschätzung die Solidarische Land­wirtschaft auch ein spannendes soziales Experiment.

Lesen Sie bitte weiter unter:

www.solidarische-landwirtschaft.com

www.kattendorfer-hof.de

www.buschberghof.de

oder in dem schönen Buch von
Stephanie Wild: Sich die Ernte teilen.
Heimsheim 2012.  


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