Unser Auszubildender Lars, der die letzten zwei Lehrjahre bei im Gemüsebau und in der Landwirtschaft verbracht hat, hatte letzte Woche seine Abschlussprüfung. Zwei erfahrene Praktiker kamen als Prüfer auf den Hof. Lars’ Aufgabe war es, die Struktur von Entrup 119 zu erklären und unter Beweis zu stellen, dass er nicht nur das Handwerk beherrscht, sondern auch den biologisch-dynamischen Betriebsorganismus verstanden hat:
Wie hängen die einzelnen Betriebszweige – Pflanzenbau, Tierhaltung, Verarbeitung und Vermarktung – miteinander zusammen? Wie funktioniert der betriebsinterne Düngerkreislauf? Wie steht der Betrieb wirtschaftlich da? Wie sind die sozialen Strukturen, wie werden Entscheidungen getroffen? Warum wird in Eigentumsfragen so viel Wert auf Gemeinschaft gelegt? Und warum ist neben der Lebensmittelerzeugung auch immer wieder die Bildungsarbeit im Fokus der Bemühungen?
Außerdem stellte Lars sein Gesellenstück vor, die „Jahresarbeit“. Im letzten Ausbildungsjahr beschäftigen sich die Absolventen der Biodynamischen Ausbildung intensiv mit einem Herzensthema, das sich aus ihrer Arbeit auf den Betrieben ergibt.
Lars hat zusammen mit Kindern im Grundschulalter einen Acker mit Roggen bestellt, das Getreide nach traditioneller Art mit der Sense geerntet und von Hand gedroschen. Ziel war es, den Weg vom Korn zum Brot erlebbar zu machen. Einige Kinder hatten ihren ersten Kontakt zur Landwirtschaft, viele hatten ihren Spaß bei der Sache, und allen Beteiligten wurde deutlich, wie viel Arbeit in so einem Nahrungsmittel steckt.
Fürs Erste gratulieren wir Lars von Herzen zur bestandenen Prüfung und sind auch ein wenig stolz, seine Ausbildung nach bestem Wissen begleitet zu haben.

In den vergangenen Tagen wurden sehr viele Lämmer geboren. Einmal waren auch Vierlinge dabei – eine Herausforderung für die stolze Schafmama. Insgesamt hüpfen jetzt um die 120 Lämmer durch den Stall.





Wir melken die überschüssige Milch und können kleine Mengen zu Joghurt und Frischkäsetalern verarbeiten.

