Solidarische Landwirtschaft · Naturschutz · Bildung

Gärtnerhof Entrup e. G. und Initiative Entrup 119 e. V.

Hofbrief 48

Illustration Vogel

Der Herbst verabschiedet sich langsam mit den ersten richtigen Frosttemperaturen und ein paar zarten Schneeflocken. Die Bäume und Sträucher lassen das letzte Laub fallen. Weidegras und Stauden schmiegen sich flach an die Erdoberfläche oder ziehen sich in den Wurzelraum zurück, um die Winterkälte besser zu überstehen.

Damit wir Hofbewohner gut durch den Winter kommen, müssen wir unseren Brennholzvorrat auffüllen. Wir längen Meterstücke ab und spalten und stapeln sie. Dank eines zentralen Holzvergaserkessels können wir den größten Teil unseres Bedarfs an Warmwasser und Heizung in Haushalt, Melkstand und Käserei aus dem nachwachsendem regionalen Energieträger Holz erzeugen. Wir verwenden möglichst Holz aus Durchforstung oder Sturmhieb oder aus den zahlreichen Hecken, die die Schafwiesen säumen.
Um unseren Energiebedarf weiter zu reduzieren wurde in den vergangenen Monaten das Haupthaus neu gedämmt. Dabei wurde das zweischalige Mauerwerk mit einer Einblasdämmung verfüllt und die oberste Geschossdecke sowie die Gauben im Obergeschoss neu abgedichtet. Jetzt gehen wir erstmals warm eingepackt dem Winter entgegen und sind gespannt, wie viel Holz wir werden einsparen können.

Netzwerk Biodynamische Bildung

Letzte Woche Mittwoch wurde von der „Ausbildung im biodynamischem Landbau“ auf einem Hof im Siegerland eine Ausbilder-Fortbildung organisiert. Dort konnten wir in Gruppen erarbeiten, wie Motivation funktioniert, welche Arten von Stress es gibt und wie Kommunikation im Alltag verbessert werden kann. Ein großes Thema war die Balance zwischen erkundendem Lernen und der bloßen Erledigung von Arbeitsaufträgen. Letztlich freuen wir uns immer wieder, durch die Arbeit mit Auszubildenden und Freiwilligen im FÖJ auch selbst jung und geistig beweglich zu bleiben und den Hof zukunftsfähig ausrichten zu können.
Weitere Infos: https://biodynamische-ausbildung.de/region-westen/