Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

Aktuelles

Ochsenherzen

Am 18. September haben 5 Teilgeber/innen auf dem Pappelacker 6 Reihen Möhren geerntet. Unter den ersten, etwa 700 kg Lagermöhren waren etliche stolze Exemplare der Sorte Ochsenherz.

Die Qual der Wahl

Am 11. September war viel los auf dem Gärtnerhof.

Zum einen gab es die Möglichkeit, zwischen zwei Aktivitäten (Jäten oder Obsternte) beim Ackertag zu entscheiden, und zum anderen gab es die Alternative, sich entweder von Alex die Besonderheiten des Hofes zeigen und erklären zu lassen oder von Werner.

Die eine Gruppe der morgendlichen Teilgeber/innen hat auf dem Kohlacker gejätet und so dem Winterkohl zu besseren Wachstumsbedingungen verholfen, die andere hat nicht nur 15 Kisten Äpfel gepflückt, sondern auch gut 300 kg Fallobst auf der Streuobstwiese in Kümper gesammelt. Die werden am Montag in der Nachbarschaft des Hofes von der Mosterei Obstsaft Post zu Saft verarbeitet, der demnächst im Hofladen erworben werden kann.

Zum Zuge der Aktionstage Ökolandbau gab es am Nachmittag für Interessierte die Möglichkeit zu einer Hofführung. Da sich etwa 30 Personen angemeldet hatten, wurden kurzfristig zwei Gruppen gebildet.

Ist denn schon die Luft raus?

Jetzt wird’s bunt. Die leuchtend roten Knollen wachsen dem Herbst entgegen. Doch eine grüne Gefahr macht den leckeren Rüben das Leben schwer: Knöterich und Knopfkraut drohen die Gemüsebeete zu überwuchern. Wer möchte mal so richtig rot sehen und jätet mit?

So lautete der Aufruf von Alex, dem leider viel zu wenige Rotseher am o4. September gefolgt sind, so dass noch viele rote Beete ein Schattendasein führen müssen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Nachdem es am letzten Samstag aufgrund der wenigen Arbeitskräfte nicht geklappt hatte, wurde am 28. August der Porree auf dem Hofacker gejätet. Da der angekündigte Regen ausblieb, brachte das Sich-Regen den Segen.

Die Schnelligkeit des Pflanzens

Zwar gab es im Vorfeld des Ackertages am 21. August die Möglichkeit zu wählen, ob man lieber jäten oder pflanzen möchte, aber angesichts der bescheidenen 3 Helfer und 2 Gärtner fiel die Entscheidung nur auf die Pflanzaktion. So wurden auf dem Pappelacker 13 Reihen mit den letzten Setzlingen von Salat, Fenchel und Endivie bepflanzt.

Die Magie des Porreejätens

Während am letzten Samstag die Anzahl der Unentwegten an den Fingern einer Hand abgezählt werden konnte, brauchte man am 14. August schon drei Hände, denn sage und schreibe 15 Teilnehmer/innen jäteten im vorgesehenen Porreebeet auf dem Pappelacker. Anschließend konnten sie sogar auch noch den Rest des Möhrenbeetes auf dem Hofacker erfolgreich in Angriff nehmen, der eine Woche vorher aufgrund der bescheidenen Helferzahl nicht geschafft worden war.

Das Jäten kennt keine Sommerferien

Am o7. August haben sich vier Unentwegte auf den Gartenacker begeben, um die Möhren, die erst zwar in drei Monaten geerntet werden, bis dahin aber ungestört wachsen sollen, von den Beikräutern zu befreien.

Viele Hände schaffen viel

Beim achten Ackertag am 31. Juli waren bis zu 14 Teilbeger/innen bei herbstlichem Wetter auf dem Pappelacker, um ein Porreebeet zu jäten. Da das erste schnell geschafft war, wurden noch anderthalb weitere in Angriff genommen.

Schaffelle wieder im Angebot

Sie sind wieder da: kuschelige Schaffelle! Seit Freitag, den 23. Juli, gibt es sie in großer Auswahl im Hofladen und auf dem Ökomarkt in Münster. Sie kosten, je nach Größe, zwischen 100 und 140 €.

Die Qualität ist wieder ganz toll und die Farben wunderschön – manche reinweiß, andere weiß und braun gefleckt und wieder andere dunkelbraun.

So ein Gerbprozess ist aufwändig und dauert mehrere Monate. Deshalb gibt es auch manchmal ein paar Wochen keine Felle, nämlich immer dann, wenn der Vorrat verkauft ist, aber es noch etwas Zeit braucht, bis der Nachschub kommt. Seit vielen Jahren bringen wir unsere Felle nach Mettingen zur Gerberei Birke. Nach dem Waschen und Säubern folgt das pflanzliche Gerben, Trocknen, Stollen, Schleifen und Kämmen. Wer es genau wissen möchte, kann sich bei der Gerberei Birke informieren. Diese arbeitet sehr energiesparend und umweltbewusst mit eigenem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage. Das Wasser wird mehrfach genutzt. Zum Waschen und Reinigen im Nassbereich kommt Regenwasser von den Dachflächen der Gerbereihallen zum Einsatz. Biologisch abbaubare Waschmittel und Gerbstoffe können ohne Probleme in der Mettinger Kläranlage gereinigt werden.

Pflegehinweis: Unsere Felle sollten nicht gewaschen werden, da der Gerbstoff keine feste Bindung mit der Faser eingeht und somit teilweise auswaschbar ist. Stattdessen zwischendurch das Schaffell einfach ausklopfen, absaugen, ausschütteln und aufkämmen. Dann bleibt es lange schön und weich. Unsere Fachfrau Larissa hat noch einen super Tipp: "Das Fell einfach mal in den Nieselregen hängen oder im Winter mit der Fellseite nach unten in den Schnee legen. Dann quillt die Struktur der Haare auf und man kann den Dreck rausschütteln". Wir empfehlen zudem, die Lammfelle alle paar Jahre zusätzlich in einer Gerberei aufarbeiten zu lassen. Spezialmaschinen kämmen dort die Wolle auf und der tiefsitzende Staub oder anhaftender Schmutz wird ausgebürstet und abgesaugt.

Eine weitere Herausforderung

Am 24. Juli stand beim siebten Ackertag das Jäten eines Möhrenbeetes auf dem Pappelacker auf dem Programm. 7 Unentwegte (2 vom Hofteam und 5 Mitglieder in der Solawi) befreiten die Möhren, die im Gegensatz zu vielen anderen Gempüsesorten gesät und nicht gepflanzt worden sind, endlich von den sie überwuchernden Beikräutern. Der Regen am Abend hat ihnen hoffentlich den nötigen Wachstumsschub gegeben.

Dinge erscheinen unmöglich, bis man sie tut

Über den fünten Ackertag am 10.Juli hat Alex anschließend im Hofbrief geschrieben: "Der vergangene Samstag hat unser Jäteteam sehr weitergebracht. Außer drei GärtnerInnen vom Hof sind 13 weitere Menschen zum Jäten der Zwiebeln gekommen. Augenzeugen berichten von einer geradezu unmöglichen Mission. Die Jätetruppe fand ein völlig verkrautetes Zwiebelfeld vor, ließ sich davon aber nicht einschüchtern und hinterließ es nach dreieinhalb Stunden konzentrierter Meditation tipptopp sauber. Die Zwiebeln danken und wachsen jetzt wieder unbeschwert dem Herbst entgegen!"

Am 17. Juli, also beim sechsten Ackertag des Jahres, haben zwar nur 9 Teilgeber/innen und 3 Mitarbeiter/innen des Hofes im Selleriefeld auf dem Pappelacker gejätet, aber der Erfolg ist deutlich sichtbar.

Vierter Ackertag

Am o3. Juli gab es zwei Möglichkiten, auf dem Acker aktiv zu werden.

Die eine Gruppe hat auf dem Tischenkamp mit Alex zunächst in 6 Reihen etwa 2000 Rosenkohl- und anschließend in 2 Reihen ungefähr 700 Grünkohlsetzlige gepflanzt. Da beide Kohlsorten zu den Starkzehrern zählen, sind im Anschluss biologischer Pflanzendünger und Wollpellets, die sowohl der Wasserspeicherung als auch der langfristigen Nährstoffzufuhr dienen, ausgesät worden. Abschließend sind die Pflanzen mit einem Netz abgedeckt worden.

Die andere Gruppe hat mit Tanja auf dem Pappelacker zunächst die Küchen- von den Beikräutern befreit und anschließend in den Zwiebeln gejätet.

Dritter Ackertag

Am 26. Juni sind in der Zeit von 10 bis 14 Uhr etwa 4.900 Rote-Bete-Setzlinge in sieben Reihen auf dem Dreiecksacker an der Hofeinfahrt gepflanzt worden. Da sich die Zahl der Teilgebr/innen sehr in Grenzen gehalten hat, muss das Gärtnereiteam die restlichen etwa 1.100 Setzlinge demnächst noch allein pflanzen.

Zweiter Ackertag

Am Samstag, dem 19. Juni sind die ersten Möhrenbeete von 5 Teilgebre/innen gejätet worden. Die Möhren zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten. Sie wachsen nach der Keimung leider erst sehr zögerlich und werden schnell von allerlei Begleitflora überwuchert.

Den Kürbissen ist der Hackeinsatz der Vorwoche sichtbar gut bekommen.

Sommersause 2o21

Im Rahmen eines Programmes, das das Familienbündnis Altenberge e.V. in den Sommerferien anbietet, gibt es auf unserem Gärtnerhof am 13. Juli eine Hofrallye und einen Tag später einen Mitmachtag auf dem Bauernhof, jeweils für Kinder ab 6 Jahren.

Anmeldungen sind noch bis zum 20. Juni möglich.

Der erste Ackertag des Jahres 2o21

Um Interessenten an der Solawi ebenso wie den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, den Hof kennenzulernen, Fragen zu klären oder sich tatkräftig einzubringen, hat es vor den coronabedingten Einschränkungen für Teilgeber/innen immer wieder das Angebot zur Mitarbeit gegeben.

Aufgrund der momentanen Lockerungen war es am Samstag, dem 12. Juni, wieder möglich, im kleinen Kreis aktiv zu werden. Die eine Gruppe hat mit Hacken die Flächen zwischen den Kürbissen auf dem Pappelacker von Beikräutern befreit, während Werner die Reihen zwischen den Pflanzen mit zwei Pferde bearbeitet hat. Die andere hat auf dem Tischenkamp gejätet.

Anbauplanung auf den Ackerflächen

Alex plant nicht nur akribisch, was wann in den Folientunneln wachsen soll, sondern auch welche Freilandpflanzungen wo in diesen Jahr ihren Platz finden werden.

Digitale Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup eG

Nach langer Wartezeit aufgrund der Überlegungen, ob und, wenn ja, wie eine Versammlung stattfinden kann, haben sich die Verantwortlichen zum ersten Mal für eine Onlineversammlung entschieden. Diese hat am 29.05.2021 stattgefunden.

Zweites Jubiläum in diesem Jahr

Am 30. Mai 1996, also vor 25 Jahren, fand die Gründungsversammlung der Initiative Entrup 119 e. V. statt. Auf dieser Versammlung wurde der erste Trägerkreis gewählt und der erste Vorstand wurde bestimmt.

Am o8. März 1991, also vor 30 Jahren, wurde der Gärtnerhof, der damals noch "drunter und drüber" hieß, in den Demeter-Verband aufgenommen. Gut zwei Jahre später, am 17.4.1993, bekam er dann die volle Anerkennung, das heißt, die Umstellungszeit war vorüber. Seitdem haben die Produkte des Hofes anerkannte Demeter-Qualität.

Regenwassernutzung

Vom Nachbarn ist dem Hof ein großer Behälter zur Verfügung gestellt worden, der bis zu 25.000 Liter fassen kann. Letzte Woche ist er links neben dem Westgiebel der Scheune aufgestellt und standsicher eingegraben worden. Ein Rohr leitet das Regenwasser vom vorderen Scheunendach hinein. Eine kleine Zisternenpumpe kann die Beregnungsrohre in den Folientunneln mit dem Wasser versorgen. Während bislang das kostbare Nass einfach in den Teich hinter der Scheune geleitet worden ist, kann es jetzt aufgefangen und Wasser aus dem kommunalen Versorgungsnetz eingespart werden.

13 Jahre Solawi

Am o6. April 2oo8 war der CSA-Auftakt auf dem Gärtnerhof.

"Das Frühjahr nimmt Anlauf",

hat Alex einleitend im letzten Hofbrief geschrieben. Wie sich das auf dem Hof bemerkbar macht, zeigen die folgenden Bilder.

Anbauplanung 2o21

Alex hat geplant, was wann in den beiden Anzuchttunneln stehen bzw. in den vier Folientunneln im Lauf des Jahres wachsen soll.

Holz häckseln

Nachdem die Wiesen genug getrocknet waren, konnte am Donnerstag (25.) und am Samstag (27.o3.) das abgesägte Holz von den Kopfweiden und aus den Hecken gehäckselt werden.

Die Hackschnitzel sollen nach und nach im Pferdestall als Einstreu dienen. Zusammen mit Pferdemist und Stroh ergibt das einen guten, Humus bildenden Kompost.

Hecke gepflanzt

Am 13. März haben Tanja, Maron, Alex und eugen bei wechselhaftem Wetter (Sonne, Regen, Hagel, Gewitter und Windböen) auf unserer Pachtfläche in Nordwalde eine neue Hecke gepflanzt – dreireihig, 150 m lang, aus 390 verschiedenen heimischen Sträuchern: Heckenkirsche, Faulbaum, Traubenholunder, Kreuzdorn, Hundsrose, Schlehe, Schneeball, Ohr- und Purpurweide und Weißdorn.

Heckenpflanzen dienen vielen Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum. Im Schatten der Sträucher siedeln sich vielfältige Pflanzen an – über viele Monate im Jahr finden sich dort Blühpflanzen. In der Hecke finden Vögel Nahrung und einen Nistplatz – ihr Gesang tut gut bei der Feldarbeit. Gehölzstreifen bremsen den Wind und sorgen für ein gemäßigtes Mikroklima auf der Ackerfläche.

Die Bienen auf dem Hof sind schon aus dem Häuschen

Fünf Jungvölker aus der Imkerei Grüneberg & Stötzel haben ihren Standort auf dem Gärtnerhof, wo sie ab dem Frühjahr ein reichhaltiges Blüten- und Nektarangebot erhalten und zur Bestäubung der angebauten Obst- und Gemüsesorten beitragen.

Bevor es demnächst originalen Entruper Honig geben wird, sind Gläser der Imkerei mit gerührtem Blütenhonig aus der Frühtracht und dem kräftigeren Honig aus der Sommertracht 2o2o im Hofladen zu erwerben.

Die Entruper Lämmer in der Lokalzeit

Wer es bisher noch nicht geschafft hat, die Lämmer, die seit dem zweiten Weihnachtstag im Schafstall geboren sind, zu besuchen, kann einen kurzen Blick erhaschen.

Schneereiche Zeiten

Der Wintereinbruch hatte auch für den Hof einige Folgen:

  • Die Weidelämmer mussten rechtzeitig in den Stall gebracht werden.
  • Die Folientunnel mussten mehrfach von den Schneemassen geräumt werden.
  • In Gievenbeck musste kurzfristig ein Freiluftdepot eingerichtet werden, da das Bauwagendpot nicht erreichbar war.
  • Die Wochenmärkte in Burgsteinfurt und der Ökomarkt auf dem Domplatz in Münster wurden abgesagt werden, da die Plätze am Freitag noch nicht ausreichend geräumt waren.

Am Samstag (13.o2.) hatte sich auf dem Hof aber fast alles wieder halbwegs normalisiert.

Biologisch-dynamische Tiefkühlkost?

In der Folge des Wintereinbruchs musste die Abholstelle am o9. Februar in Gievenbeck verlegt werden. Da die Zufahrtsstraße zum dortigen Depot noch nicht geräumt war, wurde kurzfristig der geräumte Parkplatz des !. FC Gievenbeck genutzt, um die halben und ganzen Einheiten abzuholen.

Es war bei Temparaturen um minus 6° zwar recht kühl, aber zum Glück schien die Sonne und die Abholung, für die sonst fast ein ganzer Tag zur Verfügung steht, war nach 2 Stunden so gut wie abgeschlossen.

Ein Tag der Lämmer

Am Samstagmorgen (o9.o1.) gab es 15 Lämmer im Schafstall, die seit dem zweiten Weihnachtstag geboren waren.

Nach dem Frühstück sind die Weidelämmer, die am Anfang des letzten Jahres geboren sind, versorgt worden. Sie befinden sich allerdings nicht wie die Milchschafe im Stall, sondern momentan auf Weideflächen in Reckenfeld und Nordwalde, wo die Elektrozäune regelmaßig umgesteckt werden müssen.

Als Karo anschließend in den Schafstall kam, begann ein Schaf zu lammen. Doch es bekam nicht nur ein Lamm, sondern mit ihrer Unterstützung nach und nach Drillinge.

Holz wärmt dreimal

Für die Heizanlage des Hofes, die sich seit 2o16 auf der Tenne befindet, wird, natürlich besonders in der kälteren Jahreszeit, viel trockenes Holz benötigt. In der letzten Zeit sind die Stämme, die seit dem Sommer auf einem Teil des Hofes gelagert waren, nicht nur gesägt und gespalten, sondern auch zum Trocknen in den Holzschuppen gestapelt worden. Dabei bestätigte sich mal wieder die alte Erkenntnis: Holz wärmt dreimal:

  1. beim Fällen des Baumes,
  2. beim Spalten sowie Aufstapeln und
  3. beim Verbrennen.

Vermenschlichungstendenzen?

Man gibt zwar Kindern einen Namen, aber auch ganz profanen Alltagsgegenständen? Psychlogen meinen: Auf jeden Fall, denn es gibt viele gute Gründe, Dinge beim Namen zu nennen. Das lässt sich, wenn man genau hinschaut, auch auf dem Hof beobachten, wo eine Reihe von Gegenständen einen individuellen Namen tragen.

Gärtnerhof Entrup eG
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